Aus der Partnerschule ist eine BeziehungsWerkstatt geworden

Warum aus der Partnerschule eine BeziehungsWerkstatt geworden ist …

Ich habe gelernt nachzudenken, umzudenken und zu handeln, wenn sich etwas Altes als nicht mehr tragfähig erweist. Das Modell „Partnerschule“ nach Dr. Rudolf Sanders (der Begründer dieser Methode) eignet sich für Paare in Krisen-und Trennungssituationen und ist für viele Paare sehr hilfreich.

Meine langjährige Erfahrung in Beratungen und Seminaren mit Paaren hat nun aufgezeigt, dass jeder einzelne sich zunächst mit seinen eigenen biografischen Beziehungserfahrungen gründlich auseinander setzen muss. In der Einzelarbeit zeigt sich immer wieder, dass der Grund vieler Krisen und Trennungen, frühkindliche Bindungsstörungen oder unverarbeitete Trennungen und Verluste von engen Bindungspersonen in der Kindheit sind.

Diese häufig nicht bewussten Erfahrungen führen dazu, dass Menschen in schädlichen Beziehungsformen bleiben, und sich nicht daraus lösen können – es kann aber auch sein, dass sie keine seelisch tiefen Bindungen eingehen, obwohl sie heiraten und eine Familie gründen. Ein Symptom mangelnder Bindungsfähigkeit kann beispielsweise ein notorisches Fremdgehen, ständige Affären und heimliche Liebschaften sein. Es wäre aber nun zu einfach zu sagen, der eine ist Schuld und der andere ist unschuldig. Denn in der gesamten Thematik versteckt sich eine tiefsitzende, oft unerkannte Angst vor Nähe, die als Kind nicht nährend und gewährend, sondern als bedrohlich, einengend oder beklemmend erlebt wurde.

Angst vor Nähe macht bindungsunfähig

Das Paradoxe daran ist, dass bindungsängstliche Menschen sich trotzdem immer wieder auf die Suche nach Nähe machen, weil das Alleinsein neue Ängste erzeugt, die durch lockere Liebeskontakte und Sexabenteuer kompensiert werden. Doch irgendwann kommt es zu einem inneren oder äußeren Zusammenbruch des Systems. Das kann der entscheidende Wendepunkt sein!

Paare beginnen nun mal nicht als unbeschriebenes Blatt, wenn sie eine Beziehung zueinander aufbauen. Jeder bringt frühkindliche Bindungserfahrungen, übernommene Werte und Haltungen aus der Herkunftsfamilie mit, die in der Partnerschaft neu definiert werden wollen. Nicht alles passt zusammen, was zunächst zu passen schien.

So weisen Krisen in der Regel auf Entwicklungsmöglichkeiten hin, die dem Einzelnen aufzeigen wollen, wo es um  weiteres Wachsen und Reifen geht. Denn unangenehme und verdrängte Gefühle verhindern nicht nur die Liebe zum anderen – sie behindern vor allem die Liebe zu sich selbst.

Wenn also  seelischer Schmerz, Leiden und dramatische Eifersucht als Liebe empfunden wird, ist das kein Zeichen von Liebe, sondern weist auf ein verborgenes Symbiose-und Bindungstraumata hin. Da frühkindliche Bindungsängste ihren Ursprung im Bindungssystem der Herkunftsfamilie haben, erwachen diese in der Partnerschaft erneut, da Nähe und Entfaltung zu den wichtigsten Grundbedürfnissen gehören. Bevor man sich also auf einen anderen Menschen wirklich einlassen und sich für ihn entscheiden kann, ist es wichtig eine gesunde Bindung und Autonomie zu sich selbst herzustellen.

Wie jeder einzelne lernen kann, sich selbst Nähe und Halt zu geben und sich aus alten Abhängigkeitsmustern löst, ist ein zentrales Anliegen der Partnerschule gewesen und findet nun in der BeziehungsWerkstatt ihre Fortführung!

In der BeziehungsWerkstatt finden Sie heraus, wie Sie selbst ein geeigneter Partner werden.

Sie können zusammen als Paar oder alleine kommen und selbstverständlich können Sie mit Ihrem Freund/Freundin oder potentiellen Partner/Partnerin an den Modulen teilnehmen.

Was Sie lernen: Grundbedürfnisse erkennen und eine gesunde Bindung auf sanfte Weise ganz neu erfahren.

Wählen Sie aus folgenden Modulen aus:

  • Modul 1
  • Thema: Wer bin ich und wer bist Du?
  • Seine Grundbedürfnisse kennen – der eigene Stand – Welche Beziehungserfahrungen bringe ich mit? – Ausdruck finden – Meditative Entspannung: Halten und Gehalten werden – Training von Emotionen
  • Modul 2
  • Thema: Ich sehe, höre, berühre Dich!
  • Positive Beziehungserinnerungen wecken – Der Junge – das Mädchen von damals  – Ausdruck finden – Entspannungsübung: Das Gesicht des anderen – Gespräch der Rücken – Rückhalt geben
  • Modul 3
  • Autonomie und Zweisamkeit!
  • Was bedeutet Ehe – Partnerschaft – Beziehung – Alleinsein heute für mich? – Innere Reise: Müll abladen – Ausdruck finden – Entspannung: Das innere Kind verwöhnen – Neue und bekannte Wege gehen
  • Modul 4
  • Thema: Lebendigkeit, Sinnlichkeit und Sexualität
  • Dem Genuss Ausdruck geben – Das will ich und das will ich nicht (Das JA und das NEIN üben) Entspannungsübung: Sich Gutes tun und im Herzen aufräumen – Mein Herz und mein Geschlecht im Dialog

Ort: Seminarhaus Feldstiege 11, 46325 Borken – Anmeldung unter 02861 80 88 70

Termine der Module nach persönlicher Absprache – Leitung: Brigitte Hieronimus – auf Wunsch mit Markus Lehmkuhl als Coach für Männer

Wann: Beginn am 1. Tag Freitags um 18.00 mit einem gemeinsamen Imbiss – Ende 22.00 / Beginn am 2. Tag Samstags um 10.00 mit einem gemeinsamen Frühstück – Ende ca 15.00

Auf Wunsch kann das Seminar komprimiert auch an einem Tag durchgeführt werden – wir beginnen dann am Samstag oder Sonntag um 10. 00 mit einem kleinen Frühtsück – machen eine gemeinsame Mittagspause -und  beenden das Seminar gegen 19.00

Teilnahmegebühr: 450,- Euro für Einzelpersonen pro Modul (für Paare 750,- Euro pro Modul)

Herzlich Willkommen!